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Theorie trifft Praxis – Erwartungshaltung von Banken kennenlernen

Am 19. Juni 2018 besuchte Marcel Ester, stv. Abteilungsleiter Existenzgründung der Sparkasse Heidelberg, die Lehrveranstaltung Unternehmensgründung von Dr. Stefan A. Duvvuri an der Internationalen Berufsakademie (iba) in Heidelberg. Ziel des Vortrags mit dem Titel „Was brauche ich für das Gespräch mit der Bank“ war den Studierenden praxisnah zu vermitteln, welche Anforderungen eine Bank an Gründer stellt, die Interesse an einer Finanzierung und/oder an Förderkrediten haben.

In seinem Gastvortrag machte Herr Ester zunächst deutlich, dass die Kreditentscheidung neben dem Businessplan vor allem von der Gründerpersönlichkeit abhängt. Ist der Gründer in der Lage, sein Konzept und Alleinstellungsmerkmal prägnant und in wenigen Sätzen vorzustellen, brennt der Gründer für seine Idee, verfügt er über die erforderliche Qualifikation und ist er auch bereit persönliche, finanzielle Risiken einzugehen. Wenn diese wichtigen Voraussetzungen vorhanden sind, hängt die Entscheidung natürlich von der Bewertung der Geschäftsidee ab. Um diese einschätzen zu können, ist ein Businessplan in schriftlicher Form erforderlich.

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Herr Ester stellte die wesentlichen Bausteine des Businessplans und die kritischen Erfolgsfaktoren vor, die es aus Sicht eines Kreditinstituts zu berücksichtigen gilt. Hierbei hob er besonders die Bedeutung der Rentabilitätsvorschau (G+V-Planung) und der Liquiditätsplanung hervor. Anhand konkreter Beispiele wurden anschließend typische Stolperfallen im Rahmen der Gründung vorgestellt, z.B. unzureichende oder fehlerhafte Planung und plötzlich entstehender, zusätzlicher Finanzmittelbedarf.

Zum Abschluss seines Gastvortrags fasste Herr Ester noch einmal zusammen, was Gründer für das erste Gespräch mit einer Bank benötigen. Dabei machte er deutlich, dass - bei genauer Prüfung - lange nicht alle Gründungsideen ein ausreichendes Zukunftspotential aufweisen. So konnten in der Vergangenheit nur rund 30% aller Finanzierungsanfragen von der Sparkasse positiv entschieden werden. Damit wurde nochmals deutlich, dass eine Existenzgründung nicht nur eine große Herausforderung, sondern zudem ein Vorhaben mit vielen Fragestellungen ist - und deshalb intensiv und gut vorbereitet werden sollte.

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Für alle Studierenden war es eine spannende und lehrreiche Veranstaltung, dies zeigte sich auch an der intensiven Fragerunde im Anschluss an den Vortrag.

Herr Dr. Duvvuri bedankt sich bei Herrn Ester für den gelungenen Vortrag und wünscht ihm und der Sparkasse Heidelberg weiterhin ein „glückliches Händchen“ bei ihren Kreditentscheidungen!