Sozialpädagogik & Management / Sozialpädagogik, Management & Business Coaching - Duales Studium an der iba
Was bist Du?

B.A. Sozialpädagogik & Management (7 Semester; für Quereinsteiger 5 Semester)
B.A. Sozialpädagogik, Management & Business Coaching (8 Semester)

Sozialpädagogik & Management Sozialpädagogik, Management & Business Coaching
Studienmodell
Duales Studium im Modell der geteilten Woche
Vergütung
Angemessene monatliche Vergütung durch das Praxisunternehmen, die Höhe ist Verhandlungssache zwischen dem Studierenden und dem Unternehmen. Infos zum BAföG
Abschlüsse
1. Bachelor of Arts
2. Staatlich anerkannte/-r Sozialpädagoge/-in, Sozialarbeiter/-in nach hessischem Landesrecht*.
Abschlüsse
1. Bachelor of Arts
2. Staatlich anerkannte/-r Sozialpädagoge/-in, Sozialarbeiter/-in nach hessischem Landesrecht*.
3. Zusatzqualifikation „Junior Coach" (diese Qualifikation ist vom Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (DBVC) anerkannt und entspricht den DBVC-Weiterbildungsrichtlinien), ermöglicht den Antrag auf Mitgliedschaft als Associate Coach beim DBVC
Studiendauer
7 Semester; (für Quereinsteiger: 5 Semester)
Studiendauer
8 Semester
ECTS
210 (180 Sozialpädagogik, 30 BWL/Management)
ECTS
240 (180 Sozialpädagogik, 30 BWL/Management, 30 Business Coaching)
Studienbeginn
1. Oktober
keine Bewerbungsfristen
Studienbeginn
1. April
keine Bewerbungsfristen
Studienorte
Berlin, Bochum, Darmstadt, Erfurt, Hamburg, Hannover**, Heidelberg, Kassel, Köln, Leipzig, München, Nürnberg
Studienorte
Berlin, Bochum**, Darmstadt, Hamburg**, Hannover**, Heidelberg, Kassel**, Köln, Leipzig
Studiengebühr
In der Regel 0,- Euro für Studierende, da die Praxispartner die Gebühr in Höhe von 550,- Euro monatlich überwiegend übernehmen.
Studiengebühr
In der Regel 0,- Euro für Studierende, da die Praxispartner die Gebühr in Höhe von 580,- Euro monatlich überwiegend übernehmen.

* Dieser Abschluss ist an den Studienorten Darmstadt, Erfurt, Kassel, München, Nürnberg und Berlin jeweils per Bescheid des jeweils zuständigen Bundeslandes ausdrücklich anerkannt. An den anderen Studienorten erwerben Sie ebenfalls die Qualifikation staatlich anerkannte/-r Sozialpädagoge/-in, Sozialarbeiter/-in auf Grundlage des hessischen Rechts. Die Anerkennung des Abschlusses richtet sich in allen Bundesländern immer nach den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen.

** in Planung

Ablauf des Studiums

Ein Studienjahr an der iba ist in zwei Semester unterteilt. Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober, das Sommersemester am 1. April. Die theoretischen Inhalte werden Ihnen in Lehrveranstaltungen an zwei festen aufeinanderfolgenden Tagen in der Woche vermittelt und in Selbststudienphasen vertieft. Die Lernzeit beträgt rund 20 Stunden. Ihre Arbeitszeit im Praxisbetrieb beträgt abhängig von der Praxiseinrichtung mindestens 16 und maximal 20 Stunden. Diese erbringen Sie an den übrigen Tagen der Woche.

Studieninhalte

Der demografische, soziale und wirtschaftliche Wandel in Deutschland hat Auswirkungen auf das Sozialwesen und erfordert ein verändertes Kompetenz- und Wissensspektrum pädagogischer Fachkräfte. In der Praxis werden zunehmend sozialpädagogische Fachkräfte mit Managementkenntnissen gesucht.

Die iba hat auf diese Anforderung reagiert und bietet Ihnen mit den praxisintegrierenden dualen Studiengängen ‚Sozialpädagogik & Management‘ sowie ‚Sozialpädagogik, Management & Business Coaching‘ eine zukunftsweisende Ausbildung mit aktuellen Inhalten. Vermittelt werden Inhalte der Sozialpädagogik, die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für die Anwendung in sozialen Einrichtungen sowie Führungs- und Managementkompetenzen. Die Studiengänge verfolgen das Ziel, Führungskräfte für die mittlere Führungsebene in sozialen Einrichtungen auszubilden. Unsere Studierenden werden befähigt, sich schnell und fachlich fundiert in die Arbeit sozialer Einrichtungen einzubringen und in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge hinein zu denken. Im Studiengang ‚Sozialpädagogik, Management & Business Coaching' erwerben Sie durch die Zusatzqualifikation zum ‚Junior Coach‘ zusätzlich Kenntnisse und Kompetenzen im Business Coaching, die es Ihnen perspektivisch ermöglichen, als Coach in der Organisations- und Personalentwicklung tätig zu werden. Zudem können Sie die Mitgliedschaft im DBVC als Associate Coach beantragen und haben so die Möglichkeit, sich beruflich weiter zu qualifizieren und Teil eines etablierten Netzwerks an erfahrenen Coaches zu werden.

Zu den Inhalten im Bereich der Sozialpädagogik gehören unter anderem

  • Interdisziplinäre Grundlagen
  • Theorien und Methoden der Sozialpädagogik
  • Entwicklungs- und Sozialpsychologie
  • Inklusion
  • Soziale Ungleichheit
  • Vielfalt und Differenz
  • Diagnostik und Supervision
  • Soziale Arbeit mit geflüchteten Menschen
  • Interkulturelle und internationale Zusammenhänge
  • Beratung
  • Rechtliche Grundlagen
  • Wissenschaftliches Arbeiten

Grundlagen im Bereich BWL und Management bilden unter anderem

  • Investition und Finanzierung
  • Sozialmarketing
  • Organisation und Personalwirtschaft
  • Qualitäts- und Projektmanagement
  • Rechtliche Grundlagen
  • Rechnungswesen für Soziale Einrichtungen

Inhalte im Bereich Business Coaching (im 8-semestrigen Studiengang Sozialpädagogik, Management & Business Coaching)

  • Einführung in das Coaching
  • Change Management und Business Coaching
  • Methoden und Herausforderungen im Coachingprozess
  • Business Development – Recht im Coaching
  • Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie
  • Praxistransfer 3 mit Coaching-Bezug
  • Optional: Wahlpflichtbereich ‚Business Coaching – Settings und virtuelle Tools’

Mögliche Einsatzgebiete nach und während des Studiums

  • Hilfen zur Erziehung
  • Betreuungseinrichtungen für Kinder
  • Beratung
  • Erwachsenenbildung
  • Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
  • Arbeit in integrativen/inklusiven Institutionen
  • Schulsozialarbeit
  • Flüchtlingshilfe
  • Arbeit mit älteren Menschen
  • Bewährungshilfe
  • Psychosoziale Versorgung
  • weitere Einrichtungen und Träger der Sozialen Arbeit

Wahlpflichtbereiche

Sozialpädagogik/Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderungen

In seminaristischer Form erfolgt die Vermittlung von Kenntnissen über den Behinderungsbegriff und historische Entwicklungen. Es werden verschiedene Beeinträchtigungen und Behinderungen auf ihre Entstehung, Symptomatik und Behandlung untersucht sowie daraus entstehende Unterstützungsnotwendigkeiten und Förderungsansätze erfasst. Kenntnisse über Organisationsformen, Arbeitsfelder und Institutionen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung werden vermittelt. Soziologische Zugänge von Behinderung und methodische Ansätze werden dargestellt. Das Übertragen und Anwenden der Begriffe und Theorieansätze auf behindertenspezifische Probleme und Fragestellungen steht im Mittelpunkt. Die Beschäftigung mit der professionellen Begleitung von Inklusionsprozessen rundet das Seminar ab.

5. Semester: Grundlagen der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen (5 ECTS)

  • Geschichte der Heil- und Sonderpädagogik
  • Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
  • Unterschiede des Behinderungsbegriffs in ICD 10, ICF, ICIDH-2, AAMD
  • Definition, Klassifikation und Epidemiologie
  • Unterschiedliche Perspektiven auf das Phänomen ‚Behinderung‘ (behindert sein – behindert werden)
  • Auswirkungen des gesellschaftlichen Strukturwandels auf dieses Arbeitsfeld, sozialstrukturelle Perspektiven und exemplarische soziologische Zugänge zum Phänomen ‚Behinderung‘
  • Inklusionsprozessbegleitung: Rollen und Haltungen klären, Prozesse initiieren

6. Semester: Methoden der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit mit Menschen mit Behinderungen (5 ECTS)

  • Unterschiedliche Vorgehensweisen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen, z.B. ressourcenorientierte Ansätze, unterstützte Kommunikation, positive Verhaltensunterstützung nach Theunissen, Pädagogik der Vielfalt nach Prengel
  • Pädagogisch-therapeutische Verfahren, lerntheoretische Interventionen, bindungsgeleitete Interventionen
  • Aktuelle Konzepte in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Inklusionsprozessbegleitung: Zielorientierung, Standpunkt, Vielfalt und Widerstände

7. Semester: Schwerpunkt Inklusionsprozessbegleitung (5 ECTS)

  • Change Management: Veränderungsprozesse im besonderen Feld der inklusiven Entwicklung professionell begleiten, steuern und organisieren
  • Arbeiten mit dem Inklusionsindex
  • Umgang mit Heterogenität und Vielfalt (über Behinderung hinaus)
  • Methodenrepertoire für die Initiierung und Steuerung prozessrelevanter Vorgänge
  • Rolle und Funktion von Steuerungsstrukturen
  • Prozesse beenden

Psychosoziale Versorgung

Schwerpunkte des ersten Moduls sind die Auseinandersetzung mit den Paradigmen Gesundheit und Krankheit in der sozialen Arbeit und die Vermittlung der Gesamtstruktur und Gesamtzusammenhänge zur psychosozialen Versorgungspraxis, auch unter Entwicklungsaspekten im Umgang mit Interkulturalität und Diversität. Dabei wird Wert auf die Vermittlung der Kenntnisse zur Durchführung von Anamnesegesprächen und zur Erstellung von Dokumentationen gelegt, die die Grundlage der Entwicklung von Interventionsstrategien darstellen.

Im zweiten Modul stehen das Verständnis von Diagnosen, deren Klassifizierung und Interventionen im Mittelpunkt der Lehre.

Ziel des dritten Moduls ist neben der Praxis der psychosozialen Beratung und der dazugehörigen Komplementärangebote die Entwicklung eines systematischen Verständnisses für die Notwendigkeit von interdisziplinärer und sozialräumlicher Vernetzung zur Vorbeugung und Behandlung psychosozialer Problemsituationen und der häufig anzutreffenden multiplen Problemlagen.

5. Semester: Einführung in die Psychosoziale Versorgung (5 ECTS)

  • Versorgungsstruktur psychosozialer Unterstützungsangebote
  • Regelangebote der Psychiatrie und deren komplementärer Angebote
  • Transitionen und Übergänge – Schnittstellen und Grenzen
  • Lebensphasen und Lebenssituationen
  • Umgang mit Interkulturalität und Diversität innerhalb der psychosozialen Unterstützungsangebote
  • Praxisbeispiele von Regeleinrichtungen, z. B. aus der Schweiz und Schweden
  • Umgang mit Krisen und Krisenintervention
  • Anamnese, Falldokumentation, Interventionspläne

6. Semester: Diagnosen und Interventionen (5 ECTS)

  • Diagnoseklassifikationssysteme (v.a. ICD-10 und ICF DSM 5, überblicksartig MAS)
  • Psychische Störungsbilder, Symptome, Verhaltensweisen und Interventionen
  • Anwendungsbeispiele für die psychosoziale Versorgung: Konzentration auf Suchterkrankungen, Suizid, Depression und posttraumatische Belastungsstörungen
  • Überblick über die therapeutischen Grundrichtungen und Interventionen: (1) Humanistische Psychologie (u.a. Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Psychodrama), (2) Psycho-analyse (u.a. Tiefenpsychologie), (3) Verhaltenstherapie, (4) Systemische Therapie, (5) Transaktionsanalyse, (6) Klientenzentrierter Ansatz nach C. Rogers, (7) Lösungsorientierte Kurzzeittherapie, (8) Sozialtherapie

7. Semester: Sozialraum und Professionen (5 ECTS)

  • Psychosoziale Beratung – Inhalte und Ablauf
  • Relevanz der interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Psychosoziales Netzwerk: Arbeitsfelder und Professionen
  • Komplementäre Angebote in der psychosozialen Versorgung (insbesondere Arbeiten und Wohnen)
  • Selbsthilfestrukturen
  • Arbeit mit Angehörigen

Kindheitspädagogik (0-10 Jahre)

Im fünften Semester werden pädagogische Grundbegriffe und Konzepte sowie Forschungserkennt-nisse zur Entwicklung und Entwicklungsaufgaben von Null- bis Zehnjährigen behandelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewältigung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule. Des Weiteren werden Kooperationsformen zwischen Elementar- und Primarbereich wie auch Möglichkeiten einer institutionsübergreifenden Entwicklungsbegleitung beleuchtet.

Im sechsten Semester richtet sich der Fokus auf die Förderung von Kindern und Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf. Diagnostik-, Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sowie Möglichkeiten einer altersübergreifenden Bildungsdokumentation werden erarbeitet. Das Thema Kindeswohlgefährdung wird vertieft. Weitere Themen sind die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Vernetzung in der Kindheitspädagogik sowie Chancen und Herausforderungen multiprofessioneller Teams.

Im siebten Semester stehen die pädagogische Handlungskompetenz und der Theorie-Praxis-Transfer im Vordergrund. Die Studierenden haben Gelegenheit, ihre eigene Professionalität und pädagogische Handlungskompetenz zu reflektieren. Zudem werden Fragestellungen, Methoden und Desiderata der empirischen Kindheits- und Bildungsforschung behandelt. Am Ende des Semesters stellen die Studierenden die Ergebnisse einer individuellen semesterbegleitenden Beobachtungsaufgabe vor.

5. Semester: Einführung in die Pädagogik der Kindheit (5 ECTS)

  • Einführung in die Kindheitspädagogik
  • Entwicklung(saufgaben) im Alter von 0-10 Jahren mit Fokus auf die Übergangsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule
  • Bindung und Bildung im familiären und institutionellen Kontext
  • Pädagogische Konzepte, Bildungsprogramme und Instrumente der Qualitätssicherung
  • Kooperation zw. Elementar- und Primarbereich: histor. Rückblick, aktuelle Modellprojekte

6. Semester: Pädagogische Diagnostik, Kinder und Familien mit besonderen Bedarfen (5 ECTS)

  • Pädagogische Diagnostik, Kinder und Familien mit besonderen Bedarfen
  • Förderung in verschiedenen Bildungsbereichen unter Berücksichtigung von Kindern mit besonderen Bedarfen
  • Familienbildung und Familien mit besonderen Unterstützungsbedarfen
  • Sozialräumliche Vernetzung und Schnittstellenmanagement
  • Professionelles Handeln in multiprofessionellen Teams

7. Semester: (Eigene) pädagogische Handlungskompetenz (5 ECTS)

  • (Eigene) pädagogische Handlungskompetenz
  • Empirische Kindheits- und Bildungsforschung: Fragestellungen, Methoden, Forschungsdesiderata
  • Theorie-Praxis-Transfer
  • Reflexion der Praxiserfahrungen (Teil 1)
  • Reflexion der Praxiserfahrungen (Teil 2) und Synthese

Palliative Case Management

Entwickelt im Dialog mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)

Die deutliche Zunahme der Lebenserwartung hat dazu geführt, dass Menschen meist erst im hohen bzw. sehr hohen Alter aufgrund fortgeschrittener Multimorbidität und/oder Demenz palliativer Versorgung bedürfen. Die Würde der Betroffenen im letzten Lebensabschnitt zu wahren und schwerstkranke und sterbende Menschen ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend zu versorgen und zu betreuen, ist das Ziel palliativer Versorgung. Diese kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen und bedarf professioneller psychosozialer Begleitung und Koordination der unterschiedlichen zusammenwirkenden Professionen.

Studierende der dualen Bachelor-Studiengänge Sozialpädagogik & Management und Sozialpädagogik, Management & Business Coaching erwerben im Wahlpflichtbereich Palliative Case Management konkretes Wissen über Hospizarbeit, palliative Versorgung und Betreuung sowie zusätzliche Kompetenzen, die sie auf die verantwortungsvolle Koordinations- und Leitungsaufgabe der Schnittstellenprofession als Palliative Case Manager/-in vorbereiten.

5. Semester: Palliativversorgung und Netzwerke (5 ECTS)

  • Entwicklung der Hospiz- und Palliativbewegung
  • Grundlagen der Hospiz- und Palliativversorgung: Handlungskompetenzen und Kooperationen
  • Aufbau, Strukturen und Prozesse nachhaltiger und erfolgreicher Netzwerke
  • Gewinnung, Befähigung, Leitung und Koordination von ehrenamtlich Tätigen

6. Semester: Palliative Praxis mit personenzentrierter Perspektive (5 ECTS)

  • Koordination als Hebel für die laufende regionale Angebotssteuerung und -entwicklung sozialer Leistungen im Bereich der Palliativversorgung
  • Qualitätsstandards/Qualitätsmanagement: Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Beziehungsqualität
  • Psychosoziale Begleitung im ambulanten und stationären Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung
  • Trauerbegleitung (Bewältigung erlittener oder zu erwartender Verlusterfahrungen) von Kindern und Jugendlichen

7. Semester: Ethische und rechtliche Aspekte am Lebensende (5 ECTS)

  • Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsgesetz, Letzte Hilfe-Plan/individuelle Maßnahmenplanung
  • Leitung und Moderation von palliativen/ethischen Fallbesprechungen
  • Fortbildungen gestalten/Letzte Hilfe-Kurse
  • Fundraising
  • Vorbereitung und Moderation von Plenarveranstaltungen/Gesundheitskonferenzen
  • Gesetzliche Krankenversicherung (SGV V), Soziale Pflegeversicherung (SGB XI), Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

Der Wahlpflichtbereich wird als Blended Learning-Szenario realisiert. Die zentralen Lerninhalte werden auf einer Online-Lernplattform zur Verfügung gestellt, in Selbststudienphasen durch Informationsmaterialien, Tests und Übungen erarbeitet und vertieft sowie in Chats diskutiert und reflektiert. Ergänzend dazu stehen den Studierenden Videokonferenzen und zwei Präsenztage (Samstage) zum erfahrungsorientierten Lernen und zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung.

„Was hat Soziale Arbeit mit Sterbebegleitung bzw. Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung zu tun? Geht es hier nicht allein um Fragen der medizinischen und pflegerischen Betreuung und Begleitung? Die Antwort lautet: Nein. Für Menschen in der letzten Lebensphase steht heute ein ausdifferenziertes Unterstützungsangebot zur Verfügung, das insbesondere auch eine soziale Begleitung beinhaltet. Weit wichtiger ist aber, dass die zunehmend existierenden regional differenzierten Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung einer regionalen Vernetzung bedürfen. Nur eine Abstimmung im Netzwerk ermöglicht die weitere Verbesserung und Stärkung der Sterbebegleitung. Hier besitzt Palliative Case Management eine zentrale Bedeutung. Das Wahlpflichtangebot ‚Palliative Case Management‘ der iba ist deshalb ein zukunftweisendes Angebot.“
Dr. Martin Nörber / Referatsleiter ‚Koordinierung Sterbebegleitung, Hospizbewegung‘ im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration in Wiesbaden

„Ich kann mir gut vorstellen, dass Sozialpädagogen/-innen bzw. Sozialarbeiter/-innen durch diese spezifische Ausbildung die Führungsrolle in einem multiprofessionellen Palliativ-Team übernehmen können.“
Ingrid Fischbach / Parl. Staatssekretärin a. D. im Bundesministerium für Gesundheit

Download: Flyer Wahlpflichtbereich Palliative Case Management

Ehrenamt – vom bürgerschaftlichen Engagement zu sozialen Innovationen

Entwickelt im Dialog mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)

Ob eine Kleiderbörse im Flüchtlingsheim, die Betreuung älterer Menschen, die Mitarbeit im Hospiz, die Kooperation mit Vereinen, der Tagesausflug mit den Kita-Kids oder das ambitionierte Bildungsprojekt – überall treffen Sozialpädagogen/-innen bzw. Sozialarbeiter/-innen auf das Engagement Freiwilliger, ohne das soziale Arbeit in vielen Bereichen nicht leistbar wäre. Die Kooperation mit ehrenamtlich Engagierten wie auch die Organisation des bürgerschaftlichen Engagements ist Bestandteil und zunehmende Herausforderung professioneller Arbeit im sozialen Bereich. Sozialpädagogen/-innen bzw. Sozialarbeiter/-innen koordinieren zum einen die Aufgaben von ehrenamtlich Tätigen und weisen sie in Aufgaben ein und an; zum anderen werden gemeinsame innovative und kreative Projekte auf die Beine gestellt und die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben. Welche Herausforderungen, welche Chancen und welche Aufgaben durch die Arbeit und die Integration von ehrenamtlich Tätigen für Sozialpädagogen/-innen entstehen, das ist Inhalt dieses Wahlpflichtbereichs.

Studierende der dualen Bachelor-Studiengänge Sozialpädagogik & Management und Sozialpädagogik, Management & Business Coaching erwerben im Wahlpflichtbereich Ehrenamt Kenntnisse und Kompetenzen, die sie auf diese Schnittstellenprofession, d.h. die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Tätigen bzw. die Koordination von ehrenamtlich Tätigen und von ehrenamtlichen Aufgaben vorbereiten.

Folgende Themen werden u.a. im Wahlpflichtbereich im fünften bis siebten Semester behandelt:

  • Aufgaben: Qualifizierung, Koordination, Betreuung, Weiterbildung, Coaching
  • Strukturen des Freiwilligenengagements
  • Definition von Auswahlkriterien für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen
  • Netzwerkarbeit und Matching: Träger/Professionelle, ehrenamtlich Tätige, Adressaten/-innen, Wirtschaft
  • Versicherungsrechtliche Aspekte in der Arbeit mit ehrenamtlich Tätigen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Werbung & Sponsoring
  • Herausforderungen: Zusammenarbeit auf Augenhöhe von Festangestellten und ehrenamtlich Tätigen innerhalb einer Organisation
  • Innovative Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten für Ehrenamt und soziale Innovationen
  • Social Intra- und Entrepreneurship: Möglichkeiten und Chancen
  • Praxisprojekt Ehrenamt: soziale Innovationen praktisch umsetzen

5. Semester: Basics und Formen von Ehrenamt (5 ECTS)

  • Entwicklungsgeschichte von Ehrenamt
  • Strukturen und Aufgaben des Freiwilligenengagements
  • Strategien für eine Ressourcenanalyse zum Freiwilligenmanagement
  • Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements: von der ehrenamtlichen Armenpflege bis zum digitalen Ehrenamt
  • Besondere Führungsarbeit: Gewinnung, Anleitung & Ausbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen
  • Verhältnis von Festangestellten und ehrenamtlich Tätigen

6. Semester: Kooperation, Synergie und soziale Innovationen (5 ECTS)

  • Netzwerkarbeit, Sponsoring & Finanzierung
  • Social Media, Öffentlichkeitsarbeit
  • Best Practice-Beispiele: Möglichkeitsräume zwischen staatlicher Inpflichtnahme und gesellschaftlicher Partizipation

7. Semester: Praxisprojekt Ehrenamt (5 ECTS)

  • Initiieren einer Projektarbeit im Bereich Ehrenamt
  • Zusammenarbeit mit der sozialen Einrichtung/dem Praxispartner durch bspw. Sozialmarketing, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring oder die Planung und Durchführung eines Freiwilligentages/Social Days u.a.
  • Reflexion und Peer-Coaching der Projekte

Der Wahlpflichtbereich wird als Blended Learning-Szenario realisiert. Die zentralen Lerninhalte werden auf einer Online-Lernplattform zur Verfügung gestellt, in Selbststudienphasen durch Informationsmaterialien, Tests und Übungen erarbeitet und vertieft sowie in Chats diskutiert und reflektiert. Ergänzend dazu stehen den Studierenden Videokonferenzen und zwei Präsenztage (Samstage) zum erfahrungsorientierten Lernen und zum gegenseitigen Austausch zur Verfügung.

„Partizipation und Teilhabe sind auch in der Sozialen Arbeit grundlegende Pfeiler. Bürgerschaftlich/ehrenamtlich/freiwillig Engagierten kommt deshalb in der Sozialen Arbeit eine unverzichtbare Bedeutung zu, verantworten sie doch in vielen Arbeitsbereichen wesentliche Teile sozialer Leistungsangebote. Die Kooperation von hauptberuflich tätigen sozialen Fachkräften mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern gilt es deshalb bereits in Bachelorstudiengängen der Sozialen Arbeit zu thematisieren. Das Wahlpflichtangebot ‚Ehrenamt‘ der iba ist deshalb ein unverzichtbares Angebot für Studierende der Sozialen Arbeit.“
Dr. Martin Nörber / Referatsleiter ‚Bürgerschaftliches Engagement‘ im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration in Wiesbaden
 
„In vielen Bereichen Sozialer Arbeit arbeiten Selbsthilfe, ehrenamtliches Engagement und fachliche Professionalität Hand in Hand. Diese Kooperationsformen sind kein Notnagel. Es geht um neue Ansätze der Sozialen Arbeit.“
Dr. Thomas Röbke / Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

Download: Flyer Wahlpflichtbereich Ehrenamt

  • Business Coaching – Settings und virtuelle Tools (nur im 8-semestrigen Studiengang Sozialpädagogik, Management & Business Coaching) (in Planung)

Download: Informationsbroschüre Studiengang Sozialpädagogik & Management

Download: Newsletter Sozialpädagogik & Management Ausgabe 1 - 2018

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** in Planung